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Making-of getgoods mit Axel Schulz

 

Box-Betrüger Botha bringt Schulz den WM-Gürtel

17 Jahre nach Deutschlands schändlichster Ring-Nacht endlich Gerechtigkeit!

Box-Betrüger Botha bringt Schulz den WM-Gürtel

 

Nach fast 17 Jahren findet der größte Boxkampf auf deutschem Boden endlich sein gerechtes Ende.

Stuttgart, 9. Dezember 1995. Vor dem Fernseher zittern 18,03 Millionen Zuschauer (immer noch TV-Rekord fürs Boxen) mit Axel Schulz, der als erster Deutscher seit Max Schmeling Schwergewichts-Weltmeister werden will.

Doch Schulz verliert nach Punkten gegen den Südafrikaner Francois Botha, der jubelnd den WM-Gürtel hochhält.

Später wird Botha als Doping-Betrüger entlarvt, der Skandal-Kampf annulliert. Aber für Schulz ist der WM-Traum zerstört.

Frankfurt/Oder, 2012. Eine weiße Villa an der Stadtgrenze. Francois "Der weiße Büffel" Botha (43) klingelt am Tor von Axel Schulz (43), um eine offene Rechnung zu begleichen.

Axel kommt heraus, begrüßt lächelnd den Gast aus Südafrika und holt ihn ins Haus. Im Wohnzimmer passiert, worauf Axel Schulz und viele Box-Fans so lange gewartet haben.

Botha entschuldlgt sich: "Sorry, Axel, für mich bist du der wahre Champion. Du hast im April 1995 gegen George Foreman (dort wurde Schulz umstritten zum Verlierer erklärt – die Red.) gewonnen und auch in Stuttgart gegen mich. Du hast Millionen Dollar verloren."

Und Botha bringt noch mehr mit als Worte der Entschuldigung: "Hier hast du den WM-Gürtel, mein Champion."

So kürt Botha (arbeitet heute als Boxpromoter) seinen betrogenen Gegner nachträglich zum symbolischen Weltmeister.

Schulz gerührt: "Ich bin positiv überrascht und überwältigt. Ich hatte immer schlechte Erinnerungen an Botha und den WM-Kampf. Ein enger Kampf, aber nicht mein bester. Frans hat sich jetzt von seiner menschlichen Seite gezeigt, eine große Geste. Der WM-Gürtel wird in meinem Haus einen Ehrenplatz erhalten."

Beide umarmen sich, trinken gemeinsam und sehr befreit eine Tasse Kaffee. Gerechtigkeit dauert manchmal etwas länger. Übrigens: Botha bestreitet weiterhin, bewusst gedopt zu haben. Man habe ihm das Mittel untergeschoben.

Quelle: bild.de